Hausstaubmilben bedrohen bereits Kinder: Vorsicht ist geboten!

 

 

Hausstaubmilben gibt es in jedem Haushalt. Mit mangelnder Hygiene hat das nichts zu tun. Die kleinen Spinnentiere selbst sind weder gefährlich noch übertragen sie Krankheiten. Aber sie können eine Allergie auslösen. Genaugenommen ist es der Kot der Krabbeltiere, auf den wir bei einer Hausstauballergie reagieren. Gerade weil wir der Plage kaum ganz aus dem Weg gehen können, ist es wichtig, die Allergiesymptome frühzeitig zu erkennen und zu handeln. Gerade bei Kindern ist rechtzeitiges Management wichtig. Es droht sonst ein sogenannter Etagenwechsel bis hin zum Allergie Asthma.

 

Hausstaubmilben gibt es überall

 

Die Krabbeltiere ernähren sich von unseren Hautschuppen. Hauptsächlich kommen sie in Matratzen und im Bettzeug vor. Aber auch in Kuscheltieren, Kissen, Decken und dem Sofa machen sie es sich bequem. Tägliches Auslüften und ein wenig feuchter, gut temperierter Raum entzieht den Quälgeistern Lebenselixier. Schon gewusst? Eine Allergie gegen Hausstaubmilben ist gerade im Herbst besonders schlimm.

 

Hier sterben die Milben ab und sondern besonders viel Kot ab. Beides zusammen lässt die Konzentration der Allergene pro 100 Gramm Hausstaub explodieren. Info: Mit guten Entlüftern, hypoallergener Bettwäsche, Encasings und geeigneten Staubsaugern sowie sehr wenig Staubfängern kann die übliche Menge so weit gesenkt werden, dass Allergiker wortwörtlich aufatmen können.

 

Allergiesymptome der Hausstaubmilbenallergie

 

Allgemein sprechen wir von einer Hausstauballergie. Das typische Symptom ist eine ständig laufende Nase ohne jede Erkältung. Niesen und auch eine Nasenverstopfung sind dann etwas fortgeschrittene Symptome. In der Folge kann es zu einer chronischen Nasennebenhöhlenentzündung kommen. Erklärungen fallen schwerwiegender aus. Mit der Zeit kommt Husten dazu. Die Bronchien sind also auch betroffen.

 

So wandern die Symptome von den oberen Atemwegen herab in die unteren Atemwege und betreffen irgendwann die Lunge. Weitere Symptome sind Hautrötungen, mäßiger bis starker Juckreiz und sogar Nesselsucht. Aus diesen Hautirritationen können sich weitere dermale Hauterkrankungen entwickeln. Merke: Eine Hausstaubmilbenallergie gehört zu den Leiden, aus denen sich immer weitere Folgeerkrankungen entwickeln. Bevor wir mit medizinischem Fachvokabular für Unverständnis sorgen, kommen wir zum wichtigsten Punkt für Eltern: Der Schutz eigenen Kinder.

 

Schutz von Kindern bei Hausstauballergie

 

Für Kinder gelten die gleichen Symptome wie bei Erwachsenen. Allerdings fallen sie selten als solche auf. Kleine Kinder sind schließlich häufig erkrankt. So wird die laufende Nase als Erkältung behandelt statt als Allergie. Der gefürchtete Etagenwechsel geht oft schnell von statten. Aus dem Husten werden Atemprobleme oder ein pfeifendes Geräusch beim Atmen.

 

Achten Sie unbedingt auf solche Warnzeichen. Sprechen Sie Ihren Kinderarzt auf Ihre Beobachtungen an und sollte keine Reaktion kommen, konsultieren Sie unbedingt einen anderen Mediziner. Bei Kindern kann so frühes Asthma zu stark eingeschränkter Lebensqualität führen. Viele können von Beginn an gar nicht oder nur eingeschränkt am Sportunterricht teilnehmen. Dabei lässt sich eine Hausstaubmilbenallergie gut managen und in früh erkannten Fällen bei Kindern sogar heilen.

 

Mittel und Weg die Hausstauballergie in den Griff zu bekommen

 

Behandlungsmethoden:

 

I. Antihistaminika

 

Zu den häufigsten Methoden gehört die Gabe von Antihistaminika. Sie sorgen dafür, dass die Überreaktion des Immunsystems auf den Kot der Milben sich nicht in Symptomen manifestiert. Dennoch aber bleibt die eigentliche Allergie bestehen.

 

II. Eigenbluttherapie

 

Mit der Eigenbluttherapie wird der Körper dazu gebracht, nicht mehr auf den eigentlich ungefährlichen Stoff zu überreagieren. Diese Methode ist noch immer eher unkonventionell und Bedarf einer längeren Suche nach dem passenden Arzt. Zudem ist sie nicht für jeden geeignet.

 

III. Cortison

 

Cortison wird bei schwereren Fällen in Verbindung mit Antihistaminika gegeben. Aber Cortison hat viele Nebenwirkungen und ist gerade bei Kindern unbedingt zu vermeiden. Die gute Wirkung ist aber unumstritten.

 

IV. Hyposensibilisierung

 

Hierbei wird der Organismus Stück für Stück dem Allergen ausgesetzt, aber in einer Dosis, die er vertragen kann. Irgendwann sieht das Immunsystem keinen Grund mehr, auf den Stoff zu reagieren. Diese Methode hat sehr gute Aussicht auf Erfolg, gerade bei Kindern. Sie ist relativ langwierig und aufwendig, aber absolut lohnenswert und läuft nahezu komplett Schmerzfrei ab.

 

Hausstauballergie Management für Eltern

 

Was Sie direkt tun können: Lassen Sie sich die Allergie von einem Facharzt bestätigen und attestieren, dass Sie entsprechend die Umgebung herrichten müssen. Damit können Sie bei Ihrer Krankenkasse um Erstattung von teilen und/oder den ganzen Kosten bitten und zwar für:

 

Ein Encasing für die Matratze und/oder eine neue Matratze

 

Ein Encasing für Bettdecke und Kissen

 

Diese Stoffe verhindern, dass die Milben durch die Matratze an die Haut gelangen und die Hautschuppen kommen nicht als Nahrung zu den Milben. Messen Sie Raumtemperaturen und lüften die Bettwäsche täglich aus. Kuscheltiere müssen regelmäßig gewaschen oder eingefroren werden. Vorsicht: Minustemperaturen töten zwar die Milben ab, aber der Kot ist immer noch da und muss weggewaschen werden. Letztendlich hilft es zudem, das Kind täglich altersgerecht zu interviewen, wie es mit der Atmung läuft und horchen Sie genau hin – auch auf die Atemgeräusche.

 

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